Stimmungsbild

Der Immobilienmarkt reguliert sich selber

Von Urs Kramer, Geschäftsführer, Kramer Immobilien Management GmbH

 

 Urs Kramer: «die Lage auf dem Immobilienmarkt wird sich entspannen».

Urs Kramer: «die Lage
auf dem Immobilienmarkt wird sich entspannen».

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tagesmedien sind voll von Forderungen nach „bezahlbarem“ Wohnraum. So hoch wie noch nie seien die Preise für Eigenheime und Mietwohnungen. Der Ruf nach staatlichen Eingriffen ist hörbar. Doch ist die Situation wirklich so dramatisch, und was heisst das für unsere Region?

Ich nehme die neusten Erkenntnisse des UBS Swiss Real Estate Bubble Index sowie deren Immobilien-Research zum Anlass, die Trends im Immobilienmarkt Kreuzlingen und Umgebung zu deuten.

Analysiert man den Immobilienmarkt der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, sieht man eine stetige Aufwärtsbewegung. Ausser in den Jahren 2000 bis 2002, 2007 und 2009 zeigte die Preisentwicklung nur in eine Richtung: nach oben. Die Einkommen stiegen jedoch nicht im selben Umfang, was zu einem Missverhältnis, wie dies der bereits erwähnte UBS Swiss Real Estate Bubble Index deutlich zeigt.

Im ersten Quartal 2017 sind die Angebotspreise für Eigenheime nochmals und nicht ganz unerwartet leicht gestiegen. Auf dem Transaktionsmarkt wurden aber geringfügig tiefere Preise gehandelt. Es wird ein stagnierender Markt für Eigenheime erwartet. Bezogen auf den UBS Swiss Real Estate Bubble Index bewegt sich der Markt seitlich, wenn auch noch im Risikobereich.

Das Kauf-Mietpreis-Verhältnis verschlechtert sich weiterhin, auch wenn die Investitionen in Rendite-Liegenschaften scheinbar ungebrochen anhalten. Dies führt zu einem Überangebot. Dieses Überangebot wiederum führt zwangsläufig zu sinkenden Mieten und höheren Leerstandsziffern.

Soweit so gut, doch die Transaktionen im Mietbereich, die „unter der Hand“ zustandekommen, werden nicht berücksichtigt. Dieser „statistische Schwarzmarkt“ wird nicht oder zu wenig beachtet. In der Regel geht es hier meist um kostengünstige Angebote. Aus Erfahrung ist diese Dunkelziffer eine beträchtliche Grösse, die aber vor allem in den Medien nie oder nur geringfügig in Erscheinung tritt. Wahrgenommen werden lediglich diejenigen Preise, die statistisch erfasst sind und dann in der Tagespresse erscheinen.

Als fachmännischer Marktteilnehmer habe ich auch mit diesem „statistischen Schwarzmarkt“, nicht nur mit dem offiziellen Angebotsmarkt zu tun. Dabei stelle ich fest, dass die Nachfrageseite nicht bereit ist, ein Angebot zu jedem Preis anzunehmen. Der Mieter verhält sich auch nach ökonomischen Grundsätzen und nutzt seine Wahlmöglichkeiten aus, gerade wenn der Punkt erreicht ist, an dem die Nachfrage nachlässt – sei dies durch einkommens- oder idealistische Gründe – und/oder das Angebot überhandnimmt. So die Lehre über den freien Markt.

Das heisst: Der Markt reguliert sich selber – früher oder später. Politische Kräfte einzusetzen, um die Wirtschaftlichkeit und den Markt „erschwinglich“ zu machen, werden somit unnötig und wären nur noch aus idealistischen Gründen angebracht.

Kombiniert man nun dies Erkenntnis, also die empirische Darlegung mit der fachkompetenten Markteinschätzung des Praktikers, so erhält man das wahrscheinlichste aller Marktszenarien: Die Preise werden stagnieren und die Lage auf dem Immobilienmarkt wird sich entspannen. Wann dies in welchem Ausmaß stattfinden wird, bleibt noch offen. 

Fazit: Eine Entspannung in Teilmärkten des Immobiliengeschäfts ist klar erkennbar. Diese richtig zu deuten und die Weichen der Investition optimal zu stellen, dürfte entscheidend sein. Wer hierbei auf die Unterstützung eines Fachmannes aus der Region setzt, ist sicher im Vorteil. Nutzen Sie das Know-how eines Immobilienprofis und vertrauen Sie auf das Gütesiegel des SVIT Ostschweiz, zu dem sich auch die Kramer Immobilien Management GmbH bekennt.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewirtschaftung, Beratung,
Vermarktung

1991 legte Hubert Kramer mit der H. Kramer Verwaltungen den Grundstein für das Familienunternehmen, das heute als Kramer Immobilien
Management GmbH tätig ist. Die Zahl der Beschäftigten ist in dieser Zeit von zwei auf acht Immobilienprofis angewachsen. Sohn Urs Kramer hat die Geschäftsleitung per Anfang 2004 übernommen. Er ist neben seinen geschäftlichen Aufgaben
auch in Branchenverbänden engagiert. So wirkt er als Vorstandsmitglied beim SVIT Ostschweiz mit, ist Mitglied der SVIT Kammer Stockwerkeigentum und des Schweizerischen Immobilien-Schätzer Verbands (SIV).

Das Unternehmen ist in der Region Kreuzlingen und darüberhinaus tätig. Schwerpunkte bilden die Bewirtschaftung von Mietliegenschaften, von Stockwerk- und Miteigentum, Beratungen rund um die Immobilie, ebenso der Handel und die Vermarktung sowie Suchaufträge und Schätzungen. Spezialaufgaben, zum Beispiel bei der Suche nach optimalen Finanzierungslösungen, runden die Dienstleistungspalette ab.

 

 

 

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